4 Phasen der Teambildung

Jede Führungskraft, egal ob Teamleiter oder Projektmanager sollte die Teamuhr kennen mit den verschiedenen Phasen. Bei völlig neu zusammen gewürfelten Teams aber auch bei Teams, wo es kleine personelle Veränderungen gegeben hat, also ein neues Teammitglied dazu kommt oder jemand das Team verlässt. Es lohnt sich immer, einen Blick auf die Teamuhr zu werfen.

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Phase 1: Forming

Zu Beginn der Teamentwicklung besteht eine große Unsicherheit und Unklarheit der einzelnen Personen bezüglich der eigenen Verantwortung im Beziehungsnetz zu den anderen Personen. Persönliche Vorlieben und Eigenarten werden verständlicherweise zu völlig verschiedenen Strategien führen, wie jeder die Antwort zu der Frage klär, in welcher Beziehung er zu der Gruppe steht. Zum Aufbau von Sicherheit entsteht bald ein reger Austausch, in dem Werte, Meinungen, Erfahrungen, Wünsche usw. untereinander verglichen und erste Rollenansprüche innerhalb des Teams schemenhaft werden. Es geht dem Einzelnen darum, herauszufinden, welches Verhalten akzeptiert ist. Die anfängliche Freundlichkeit und Zugänglichkeit ist dabei zweckgebunden und deshalb oft brüchig. Für Individualität ist noch kein Raum. Gelingt es, größere Tiefe zu erzeugen, wechselt das anfängliche Zurückhalten der Teammitglieder zu größerer Offenheit. 

Phase 2: Storming

Die Hinbewegung auf die Teammitglieder under der Austausch führen bei den Teammitgliedern zu einer Klärung, wo Nähe angenehm ist und wo Distanz gewünscht wird. Netzwerke und Einflusssphären bilden sich aus, die Interaktionen sind nicht mehr gleich verteilt, sondern ausgewählter und zielgerichteter. Die Zurückhaltung weicht dem Impuls, die eigene Machtstellung in der Gruppe zu erproben und der Individualität Raum zu geben. Das Team gewinnt Profil, einzelne treten heraus, andere in den Hintergrund. Der Teamleiter wird genau beobachtet und bewertet. Sicherheit und Vertrauen werden durch ihn vorgelebt und geprägt. Ist er in der Lage, das Team zu führen? Wie gelingt ihm die Koordination der Prozesse und Einzelinteressen? Wie wird Kontrolle wahrgenommen und wie weit können die eigenen Grenzen gezogen werden?

Phase 3: Norming

Wenn das Team durch die Phase der Grenzziehung gegangen ist, kann es sich auf die Aufgaben konzentrieren. Der Beitrag aller Mitglieder ist dazu erforderlich, aber auch Gegenstand der gemeinsamen Diskussion, um die Leistungsgrenzen des Teams kennen zu lernen und auszuloten. Idealerweise bildet sich in dieser Phase der gegenseitige Respekt und Zugehörigkeitsgefühl im Austausch und konstruktiven Dialog heraus. Erkennbar werden sprachliche und rituelle Eigenheiten, in denen das Team seinen individuellen Charakter ausbildet. Harmonie steht im Vordergrund. In dieser Phase formen sich die Lösungsstrategien und internen Regeln des Teams aus.

Phase 4: Performing-Phase

Geschlossenheit und gegenseitiger Kontakt sind die Kennzeichen in dieser Phase der Teamentwicklung. Verglichen mit der ersten Phase ist der Umgang untereinander hier zwanglos und natürlich. Man achtet den Beitrag der anderen und genießt das Aufgehobensein in der Gruppe. Dies drückt sich auch im Einsatz füreinander aus und in der Bereitschaft, im Zweifelsfall selber Einschränkungen hinzunehmen, insofern das gesamte Team davon profitiert. Die Gefahr in dieser Phase liegt darin, dass das Team sich zu sehr nach innen abschottet. Die Aufgabe besteht darin, sich im Organisationsgefüge zu vernetzen.

 

 

 

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